DDRPass1Der Reisepass war in der DDR lange Zeit ein Privileg für nur sehr wenige Bürger.

Erst Mitte der 80er Jahre lockerte die DDR das Reisegesetz. Dennoch blieben Reisen in Blockfreie Staaten und in das westliche Ausland nur ein Privileg Weniger.
 
Rentner (Frauen ab 60, Männer ab 65 Jahre) durften insgesamt vier Wochen im Jahr in den „Westen“ reisen. Bei der Beantragung musste man (als Rentner) eine „Westadresse“ angeben, bis zu drei Adressen waren möglich.



 
DDRPass2Pech für Bürger die keine Verwandtschaft im Westen hatten, denn Grundlos und ohne festes Ziel durften auch Rentner nicht reisen. Aber im Allgemeinen war der DDR Bürger ja immer schon erfinderisch und so lies sich meist ein Pseudo- Verwandter auftreiben. Viele Rentner vor allem hier in Berlin „reisten“ nur mal für ein paar Stunden in den Westen zum einkaufen.

Für die breite Masse der Bevölkerung gab es den Reisepass erst zur Wende, gewissermaßen als letztes DDR Ausweisdokument. Das Ende ihrer Gültigkeitsdauer haben diese Reisepässe nicht mehr erlebt, da war das Rad der Geschichte schneller.

DDRPass
 
 
 
 
 

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Kategorie: Dokumente aus der DDR