Die Simson S50 löste 1975 die Mopeds der Vogelserie Habicht und Star ab.

Das S50 war damals besonders bei Jugendlichen sehr beliebt, denn schon rein vom Optischen her wirkte dieses Moped doch wesendlich sportlicher als seine Vorgänger der Vogelserie.

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Ich bin immer wieder erstaunt, das diese Mopeds auch heute noch nach 33 Jahren wie selbstverständlich auf unseren Straßen unterwegs sind.

Meine eigene S50 war 1975 eine der ersten dieser Serie und begeisterte mich nicht gerade überschwänglich. Bei den ersten Fahrzeugen war die Zündspule noch innenliegend, beim geringsten Nieselregen blieb ich mit meinem S50 liegen, eine Weiterfahrt war erst bei trockenem Wetter möglich.

Abgesehen von diesen Kinderkrankheiten lagen die Vorzüge in einer völlig anspruchslosen Technik und in dem hervorragenden Fahrwerk, das nicht nur bis zum Ende dieser Serie im Jahr 1980, sondern selbst bei den Nachfolgemodellen fast ohne Veränderungen bis ins Jahr 2002 übernommen wurde.

Zu DDR Zeiten lagen die eindeutigen Nachteile des S50 in der Materialqualität, minderwertige Motorlager, schnell verschleißende Ketten und Kontaktzündung erforderten einen hohen Wartungsaufwand. Dennoch überlebte das S50 bis heute, denn die meisten dieser Fahrzeuge sind mit modernen Verschleißteilen ausgerüstet und erreichen nun eine extrem hohe Laufleistung. Auch der Umstand, dass viele Teile des Nachfolgemodells S51 kompatibel sind und ihre große Verbreitung haben sicher zum Überleben des Simson S50 beigetragen. Ersatzteile für das S50 werden auch heute noch produziert.

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Kategorie: DDR Mopeds