mondosgross.jpgMondos Gold, Mondos Silber und Mondos Luxus, so hießen sie, die Kondome des sozialistischen Deutschlands.

Alleiniger Hersteller von Kondomen in der DDR war der VEB Gummiwerke Werner Lamberz, Plastina Erfurt. Den Begriff Kondom gab es aber in der DDR nicht, offiziell handelte es sich um einen „hygienischen Gummischutz oder Präservativen“. Im allgemeinen Sprachgebrauch, zumindest hier in Berlin war es der Fromms, der Gummifuffziger oder einfach ein Gummi.

Bildquelle: www.ostalgie-kabinett.de

mondosautomat.jpgErhältlich waren Präservative in Apotheken, Drogerien, aber auch in einigen Krämerläden oder in dem einen oder anderen Friseurgeschäft. Ich glaube mich zu erinnern, dass es in den Kaufhallen (Supermarkt) keine Kondome gab.
Wem das zu Indiskret war, der konnte seine Kondome auch am Automaten ziehen. Die Automaten gab es allerdings nicht wie Heute auf jedem Gaststätten-, Disco oder Imbissklo, sondern nur auf schmuddeligen Bahnhofklos und öffentlichen Toiletten.
Wem das zu Aufregend oder immer noch zu indiskret war, weil man eventuell Rückschlüsse auf ein wenig solides und möglicherweise „unsozialistisches“ Geschlechtslebenziehen könnte, der griff auf das Angebot des H.Kästner Versand zurück. Die Anzeigen mit dem großen Ausrufezeichen fand man regelmäßig in fast jeder DDR Zeitung. H.Kästner Versand, Gummischutz, diskreter und spesenfreier Versand. Das Dresdner Familienunternehmen versendete zu DDR Zeiten jährlich 2 Millionen Kondome.

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Kategorie: Was es alles gab