Der Troll war ein sehr populärer Motorroller in der ehemaligen DDR. Produziert wurde er von 1962 bis 1964. Sein Vorgänger war der Roller Berlin. Der Motorroller Troll wurde im VEB Industriewerke Ludwigsfelde hergestellt, er war das letzte Modell einer Serie von Motorrollern, die seit 1954 aus Ludwigsfelde kamen. Die Einstellung der Produktion von Motorrollern war eine direkte Folge der Planwirtschaft, denn das Herstellerwerks war ab 1965 ausschließlich für den spezialisierten Lastkraftwagenbau vorgesehen (LKW W50, L60).

 

Das Motorroller Troll hatte einen aus der MZ ES 150 stammenden Motor, der hier gebläsegekühlt war. Die Motorleistung betrug 9,5 PS, 143 cm³ Hubraum und die Höchstgeschwindigkeit lag bei 90 km/h. Die Modellbezeichnung Troll war als eine Art Wortspiel gedacht, das einerseits die Bedeutung Kobold einschließen sollte, aber anderseits als Abkürzung für Tourenroller stehen sollte.

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Der meistgebaute Roller blieb aber das Vorgängermodell „Motorroller Berlin“ mit 114.000 Exemplaren, er wurde von 1959 bis 1963 ebenfalls im VEB Industriewerk Ludwigsfelde hergestellt. Der Roller Berlin fuhr mit einem MZ 125/3 Motor der auf 150 cm³ aufgebohrt war, für die Verwendung im Motorroller wurde der Motor mit einem Gebläse versehen.

Die Leistung des Rollers war geringer als beim Nachfolger Troll und betrug 7,5 PS bei einer Höchstgeschwindigkeit von 82 km/h.

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Kategorie: DDR Motorräder/Roller