Die MZ TS (Telegabel-Schwinge) wurde von 1973 bis 1985 im VEB Motorradwerk Zschopau produziert, es gab sie als 125er, 150er und 250er Klasse, wobei die TS 250 bereits 1981 dem Nachfolgemodel ETZ 250 weichen musste.

Die TS 250 war für DDR-Verhältnisse eine der besten Reisemaschinen ihrer Klasse und hatte gegenüber früheren Modelreihen revolutionäre Neuerungen. Sie war die erste MZ deren Motor elastisch  in einem Zentralrohrrahmen saß. Der luftgekühlte Zweitaktmotor leistet in beiden Versionen (4 Gang, ab 1976 5 Gang) 19 PS, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 125 km/h. Ab 1975 gab es die 250er TS auch mit einem Beiwagen ab Werk.

 

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Die Modelle der TS Reihe wurden in ca. 50 Länder exportiert, darunter waren auch die BRD,  USA und Irak. Von der MZ TS 250 wurden insgesamt über 200 000 Stück produziert, die kleinere Model TS 150 ist mit einer Stückzahl von ca. 326 000 bis heute eines der meistgebauten deutschen Motorradmodelle.  Keine anderen Typen der MZ Modelle wurde mit solch hohem Jahresausstoß produziert.

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Beide kleineren MZ TS Modelle (125er und 150er) sind bis auf den Hubraum identisch, sie unterscheiden sich auch von den Vorgänger Modellen ES150 und ETS150 nur durch leichte Änderungen am Fahrwerk und an der Optik. Die einzige Neuentwicklung war die Telegabel, Tank und Frontpartie wurden aus dem 250 Modell entnommen.  1978 erfolgte eine Überarbeitung des Motors mit einer verstärkten Kurbelwelle, ab diesen Zeitpunk hatte die TS 150 in der Luxus Version auch einen Drehzahlmesser wie die TS 250. Die Höchstgeschwindigkeit betrug bei der 125er TS 105 km/h (10PS), die 150er TS brachte es mit 11,5 PS auf 115 km/h.

 

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Kategorie: DDR Motorräder/Roller