Etwa ab 1977 sah man auf den Straßen der DDR auch zunehmend Autos aus westlicher Produktion, Ziel war die Internationalisierung des DDR-Straßenbildes, besonders der Hauptstadt. Die ersten im Straßenbild waren Volvo, Citroen und VW Golf.

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Den Volvo 44 DLS gab es ab 1977, er war ein spezielles Model das nur für die DDR produziert wurde. Er konnte von Privatpersonen für 42.000,- DDR Mark gekauft werden.

Ende 1977 Anfang 1978 folgten 10 000 VW Golf. Diese gab es in verschiedenen Varianten, etwa 1000 4 Türer, 500 Diesel und ca. 1000 zwei türer Golf LS. Der Rest waren zweitürige Golf L Benziner. Der größte Teil wurde von Januar bis April 1978 ausgeliefert.

1979 bis 1982 wurden 5.500 Citroen GSA in die DDR importiert. Diese kosteten 38 850 DDR Mark.

Durch das Handelsabkommen mit Japan gab es 1981/82 dann auch 10 000 Mazda223, der Preis lag bei ca. 24 000 DDR Mark, wenn ich mich richtig erinnere.

Kaum der Rede wert ist der Peugeot 305, denn es wurden nur einige 100 Stück importiert, gleiches gilt für den Peugeot 309, auch hier wurden Ende der 80er Jahre nur wenige Fahrzeuge in die DDR geliefert. Ich kann mich nicht erinnern je einen einzigen Peugeot zu DDR Zeiten auf den Straßen gesehen zu haben. Preislich lag der Peugeot etwa gleich wie der Citroen GSA, also auch so um die 38 000 DDR Mark.

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Diese Fahrzeuge waren auf Grund des für DDR Verhältnisse hohen Preise sicher keine Arbeiter und Bauern Autos, so fand der Volksmund auch schnell passende Bezeichnungen für die in Ost Berlin zugelassenen Volvos und Golfs. Berliner Kennzeichen begannen zu DDR Zeiten mit einem I, gefolgt von einen bzw. zwei weiteren Buchstaben. Die Kennzeichen der Volvos lauteten IBM (Ich bin Millionär) Die Golffahrer bekamen die Kennzeichen IBN (Ich bin Neureich), auch einige Trabantfahrer erwischte der spöttische Volksmund, wer in Ost Berlin zu dieser Zeit seinen neuen Trabi erhielt, bekam das Kennzeichen IAS (Ich armes Schwein).

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Kategorie: Auto im Osten