Preise in der DDR
Auch vor dem Weihnachtsfest macht die Wirtschaftskrise kein halt, im Gegensatz zum Vorjahr wird uns das Weihnachtsfest rund 20 Prozent mehr kosten.
Da erinnert man sich doch gerne mal an die guten alten Preise aus DDR Zeiten.
Hier mal ein kleiner Überblick über Lebensmittel- und Konsumgüterpreise aus der ehemaligen DDR.
(Bei einigen Produkten wie z.B. Brot, Butter, TV usw. gab es natürlich je nach Sorte auch verschiedene Preise)
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Brot |
78 Pfennig |
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Tafel Butter (250g) |
2,40 Mark |
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Milch (1 Liter) |
68 Pfennig |
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Brötchen |
5 Pfennig |
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Kaffee (125g) |
8,75 Mark |
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Schlager Süßtafel (Schokolade) |
80 Pfennig |
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Flasche Goldbrand (0,7L 32%) |
14,50 Mark |
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Flasche Club Cola (0,33L) |
42 Pfennig |
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Zucker (1kg) |
55 Pfennig |
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Packung Tempo Bohnen (250g) |
65 Pfennig |
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Packung Tempo Linsen (285g) |
1,05 Mark |
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Kandis Zucker weiß 100g |
30 Pfennig |
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ATA Scheuermittel |
15 Pfennig |
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Tageszeitung |
10 Pfennig |
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Zigaretten (z.B. Cabinet, Semper, F6) |
3,20 Mark |
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Kilowattstunde Elektroenergie (keine weiteren Gebühren) |
8 Pfennig |
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Rundfunkgebühren (Radio und beide Fernsehprogramme |
10,00 Mark |
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Fahrkarte für Straßenbahn, Bus, S-Bahn, U-Bahn |
20 Pfennig (Erwachsene) 10 Pfennig (Kinder) |
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Postkarte |
10 Pfennig |
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Brief innerhalb der DDR u. soz. Ausland |
20 Pfennig |
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Brief in das nichtsozialistische Ausland |
35 Pfennig |
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ein Liter (‘Normal’) Benzin 88 Oktan |
1,50 Mark |
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1 L Benzin (Gemisch 1:33 1:50) |
1,60 Mark |
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eine LP mit Popmusik (Amiga) |
16,10 Mark |
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Fahrkarte der Deutschen Reichsbahn über 200 Kilometer im D-Zug |
19,00 Mark |
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Monatsmiete für ca. 40-m²- Altbau mit Ofenheizung |
25,00 Mark |
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Farbfernseher Colortron (1987) |
ca. 6000,- Mark |
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Waschvollautomat VA 861 (1988)
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2990,- Mark |
Stichwörter: DDR • HO • Konsum • Lebensmittel • Mark • NVA • Osten • POS
Kategorie: So war das

Die Lebensmittelpreise mussten niedrig sein, sonst wären viele Menschen in der DDR verhungert, weil sie kleine Einkommen hatten.
Beim Fernseher und anderen technischen Errungenschaften da zeigt sich schon, dass nur die Bessergestellten Zugang dazu hatten
und der großen Masse vorenthalten wurde. Im Kapitalismus ist viel Übel enthalten, aber die Menschen haben die Möglichkeit auf vieles nicht zu verzichten müssen. Wie es sich am Ende zeigte, fiel das sozialistische System wie ein Kartenhaus zusammen.
Natürlich mussten die Preise niedrig sein. Auch angesichts der Löhne, die damals verdient wurden. Von denen konnte man sich zwar halbwegs ernähren, aber sich mal etwas gönnen, war sehr viel schwieriger als es das heute ist. Man musste schon Jahre sparen, um sich einen Fernseher leisten zu können. Da lob ich mir den Mauerfall. Und manche Ewiggestrige wünschen sich tatsächlich selbige zurück?!? Vielen Dank…
Herr Hokel, Sie haben sooooooooooooooo Recht! Natürlich braucht man jeden Monat einen neuen Fernseher. Was Sie verdient haben, weiß ich natürlich nicht. Unser Einkommen war gut, wir konnten uns einiges Leisten. Wer in der DDR fleissig war verdiente auch gutes Geld, Meiner Frau und ich hatten etwa 1.500 DDR-Mark Netto, die Miete für eine Vierraum-Neubauwohnung kostete mit allem Drum und Dran 120 DDR-Mark.
Heute bekommen wir beide zusammen 1300 Euro Rente und zahlen 560 Euro Miete.
Wo habe ich günstiger gelebt?
Als erstes – der Herr Hokel sprach nicht von Monaten, sondern von Jahren. Schwamm drüber.
Wie lange hat man noch mal auf ein Auto gewartet? Daß man dann – zusätzlich zum Grundpreis – auch noch für die Extras (z.B. Lenkrad – kein Witz!) bezahlen mußte? Ich jedenfalls will da nicht mehr leben.
Und klar wurde alles subventioniert, weil es sonst für den Normalverdiener gar nicht mehr gegangen wäre. Auf Ihre schöne Neubauwohnung ist gepfiffen. Durch diese niedrigen Mieten sind ganze Städte verfallen, weil sich Privatbesitzer das Sanieren von Häusern (durch die lächerlichen Mieten) nicht leisten konnten und den Staat die Altbauten einen Dreck geschert haben. Ich bin Greifswalder, ich weiß wovon ich rede. (Und ich war auch beim Honecker-Besuch zur Dom-Weihe 1989 dabei, als Potjemkinsche Dörfer ohne Ende aufgebaut wurden.)
Wenn Sie auch jetzt nicht so günstig leben, am Verhungern sind Sie trotzdem nicht. Jede Wette!
Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Leben und sehnen Sie sich weiter nach der heilen sozialistischen Welt. Es wird hoffentlich nie wieder so sein.