DDR Fahrräder
In der DDR gab es zwei Herstellerfirmen für Fahrräder, VEB Fahrradwerke Elite Diamant und den VEB MIFA Fahrradwerke Sangerhausen.
Beide Firmen existierten auch schon lange bevor es die DDR gab.
Das Diamant Fahrrad hat hier die längere Geschichte. Bereits im Jahre 1885 gründeten die Gebrüder Nevoigt ihr Unternehmen und produzierten zunächst Einzelstücke. Das erste Serienfahrrad wurde 1895 hergestellt. Das Unternehmen wuchs sehr schnell und wurde zur Gebrüder Nevoigt AG Reichenbrand/Chemnitz. Der Name Diamant kam erst durch eine Umfirmierung im Jahre 1912 ins Spiel, denn ab diesem Zeitpunkt hieß das Unternehmen Diamant Werke Gebrüder Nevoigt AG. Im laufe der Jahre wechselte das Unternehmen noch zweimal die Firmenbezeichnung und wurde 1952 verstaatlicht. Der VEB Fahrradwerke Elite Diamant stellte zwar auch Tourenräder her, der Schwerpunkt lag aber auf der Sport- und Rennradproduktion. So gewann z.B. Täve Schur 1952 die Straßen-Weltmeisterschaften auf einem Diamant Fahrrad. Die Firma hat auch die Wende überlebt und produziert auch Heute noch Fahrräder.
Auch die MIFA Fahrradwerke haben eine lange Geschichte. Die Fahrradfabrik MIFA wurde 1907 gegründet und wie auch „Diamant“ zu DDR Zeiten verstaatlicht. Der VEB MIFA Fahrradwerke Sangerhausen produzierte hauptsächlich ganz normale Tourenräder, in den 70er Jahren kam die Produktion des Klappfahrrades dazu.
Auch die MIFA Fahrradwerke haben die Wende überlebt, die meisten Räder werden aber Heute in Taiwan und China vorgefertigt, nur die Lackierung und Endmontage wird noch in Sangerhausen durchgeführt.
Etwa Ende der 60er Jahren kostete ein Diamant Tourenrad zwischen 240,- und 280,- DDR Mark, ein Diamant Sportrad kostete etwa 360,- DDR Mark und ein Diamant Rennrad war für ca. 600,- DDR Mark zu haben. Der Preis für ein MIFA Tourenrad lag etwa bei 250,- DDR Mark.
In den 80er Jahren kamen dann etwas aufwändiger lackierte Räder, mit der Jahrzehnte lang unveränderten technischen Ausstattung in den Handel, diese kosteten dann gleich doppelt soviel wie bisher.
Da der DDR Bürger ja für alles einen Spruch parat hatte, kamen natürlich auch die Fahrradhersteller in der DDR nicht ungeschoren davon.
Wer MIFA fährt, fährt nie verkehrt… weil MIFA überhaupt nicht fährt.
Wer Diamant lenkt, wird gehängt.


Stichwörter: DDR • Diamant • HO • IFA • Mark • Mifa • VEB
Kategorie: Was es alles gab

Ich kenn den Spruch aber so:
Wer MIFA lenkt wird aufgehängt!
Nur Diamant ist anerkannt!
Der Artikel ist ein Anfang, hat aber noch viele Lücken und Fehler drin. Klappräder gibt es z.B. schon seit ca 1967. Auch gab es mehr als nur diese zwei Marken: Simson, Möve, Ifa Schönebeck, Ifa Touring, Brandenburg, National, Niemann und einige andere kleine Hersteller.
MFG Nico
Ich kenn noch diesen:
Diamant, dieser Schmand, liegt an jedem Straßenrand!
Grüße aus Karl-Marx-Stadt
Rudi
Hallo,
hab ein altes Fahrrad geschenkt bekommen. Marke ist “FVA Augusta”, da auf sehr vielen Teilen “Made in Germany – DDR” steht, wollte ich fragen, ob es sich um ein Ostprodukt handelt
Außerdem steht auf dem Rahmen nach “über 35 Jahre Wertarbeit”…
Vielen Dank für eure Hilfe!
Phil
ich bin Pole.in den fabrik habe ich gearbeitet jahr 80-82.kaderleiter roth hat mich weg geschmischyn wegen SOLIDARNOSC// ich grUze euch alle,//cezary berner
Diamant ist weltbekannt und wird im ausland schrott genannt so kenn ick den
Ich hab seit Samstag dieses blaue (oben abgebildet )
wollt man genau wissen wie das heißt !?
Ich kenn auch einen:
Ein Stückchen Blech, ein Stückchen Draht, fertig ist das MIFA-Rad
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Ich kenne das so: Wer Mifa fährt ist Arschvoll wert.
Wobei die Dinger unverwüstlich waren und dieser Spruch eigentlich nicht stimmt.