Dieses Buch gab es in der DDR in jedem Wohnhaus. Der Hausbuchbeauftragte war damit betraut dieses Buch gewissenhaft über jeden Mieter zu führen.
Dieses Buch war durch die gesetzliche Meldeordnung vorgeschrieben.

Das Buch wurde in der Regel von einem Mieter, dem so genannten Hausvertrauensmann geführt. Bei privaten Häusern übernahm auch der Vermieter die Führung des Hausbuches.

 

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Im Hausbuch wurden unter anderem Name, Geburtsdatum und Ort, Staatsbürgerschaft, Tätigkeit, Personalausweisnummer, Anmeldung bei der VP, usw. der Mieter und auch Untermieter eingetragen.

Besucher die länger als 3 Tage zu Besuch blieben, mussten sich beim Hausbuchbeauftragten melden und eintragen lassen.
Besucher die nicht aus der DDR kamen, mussten sich innerhalb von 24 Stunden eintragen lassen. Die Eintragung bei Besuchern die von außerhalb der DDR kamen, umfasste unter andrem auch das Datum des Grenzübertritts.

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Wenn der Zeitraum des Besuches 30 Tage überschritten wurde, mussten sich Besucher aus der DDR bei der deutschen Volkspolizei melden, Besucher die von außerhalb der DDR kamen, mussten sich bereits innerhalb von 24 Stunden bei der VP melden.

Das Hausbuch war ein optimales Dokument für die Behörden der DDR (Polizei, Stasi usw.) um alles von den einzelnen Mietern zu erfahren.

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Kategorie: Dokumente aus der DDR