Nun ja, zugegebener Maßen einen echten DDR Hund gab es natürlich nicht. Egal ob Dackel, Pudel oder Schäferhund, die meisten… wenn auch nicht alle Hunderassen gab es in der DDR wie anderswo auch.

Dennoch gab es tatsächlich einen absoluten „Ostblock“ Hund, den Bolonka Zwetna.

Diese aus Russland stammende Hunderasse ist bis heute vom FCI nicht anerkannt. Der Bolonka Zwetna wurde vor über hundert Jahren nur in Russland bzw. später in der ehemaligen Sowjetunion gehalten. Der Name Bolonka Zwetna bedeutet „farbiges Schoßhündchen“.

Durch die Verbindung des zaristischen Russlands mit dem französischen Adel kam es zwangsläufig auch in Russland zur Verbreitung einiger der beliebten Schoßhündchen der französischen Damen, dem Bichon Frisé. Da es an weiten Importen dieser Hunderasse fehlte, bildete sich nach und nach durch Inzucht eine abweichende neue Hunderasse, der Bolonka franzuska.

Außerhalb der Sowjetunion wurde der Bolonka Zwetna fälschlicherweise dem Bologneser (Bolonka franzuska) zugeordnet, dessen Rassemerkmal ist jedoch mit unter die reinweiße Farbe. Der Bolonka Zwetna hingegen ist eine farbige Variante des Bolonka franzuska.

Erst im Jahre 1978 gelangte auf diplomatischem Wege ein erstes Zuchtpärchen aus der Sowjetunion in die ehemalige DDR. Ab diesem Zeitpunkt folgten einige weitere Importe aus denen die weitere Zucht aufgebaut wurde.

In der ehemaligen DDR erlangte der Bolonka Zwetna etwa ab Mitte der 1980er Jahre große Popularität und Beliebtheit. International erlangte, wie so vieles aus der DDR weder der Bolonka Zwetna noch sein naher Verwandter, der Bolonka franzuska Anerkennung.

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Kategorie: Was es alles gab