Die Gesundheitsversorgung in der DDR war für jeden Bürger kostenlos und rechtlich festgeschrieben.
Der Beitrag zur Kranken und Rentenversicherung der Bürger betrug 20% des Bruttoeinkommens, Betrieb und Werktätige zahlten jeweils die Hälfte des Beitrages.
Die Höchstbemessungsgrenze war auf 600 Mark festgelegt, bei Werktätigen mit einer freiwilligen Zusatzversicherung (FZR) lag die Bemessungsgrenze bei 1200,- Mark.
Kinder und Ehepartner waren kostenlos mit krankenversichert.
Eine freiwillige Rentenversicherung für nicht berufstätige Familienmitglieder kostete monatlich 50 Pfennige.

Gewerbetreibende, Künstler und andere Freiberufler konnten sich für ca. 10,- Mark im Monat bei der Staatlichen Versicherung Krankenversichern.

Die ambulante Krankenversorgung erfolgte in Polikliniken, Ambulatorien, in staatlichen sowie auch in privaten Arztpraxen.
Alle ärztlich verschriebenen Medikamente bekam man kostenlos.
Auch die Antibabypille (Ovosiston) gab es seit 1965 kostenlos.

Die Notfallversorgung übernahmen in der jungen DDR die praktischen Ärzte, sie kümmerten sich um die Versorgung vor Ort und den Transport.

Ab 1967 gab es dann das System der Dringlichen Medizinischen Hilfe nach Anweisung des Gesundheitsministeriums der DDR. Die Dispositionen übernahmen die Leitstellen des DRK.
Ab 1976 gab es dann die schnelle medizinische Hilfe (SMH), die für alle medizinischen Notfälle zuständig war und unter der DDR-weiten Rufnummer 115 erreichbar war.

Die SMH wurde nach der Wende aufgelöst und die Rettungsdienstaufgaben wurden neu ausgeschrieben

Stichwörter:

Kategorie: So war das